Kuba
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Ein Reisebericht von Karl-Heinz Monzert

Blue Diving Center Cayo Coco - Cuba

In der Zeit vom 29.01. bis 13.01.2003 haben ich einen Urlaub auf Cayo Coco verbracht. Es war diesmal wieder ein Familienurlaub und kein reiner Tauchurlaub. Ich habe daher während diesem Urlaub nur 9 Tauchgänge gemacht.

Unterkunft / Essen

Wir haben den Urlaub im Sol Club Cayo Coco verbracht. Das Hotel wird gemäß Katalog mit 4 Sternen und damit als Luxusklasse für kubanische Verhältnisse verkauft. Im Vergleich zu Hotels in anderen Ländern würde ich es vielleicht eher mit 3 Sternen einstufen. Das Hotel ist aber itb003_clip_image002n Ordnung, die Zimmer waren groß und sauber. Genügend Auswahl beim Essen gibt es in den diversen Restaurants ebenfalls. Wenn man All-inclusive gebucht hat kann bekommt rund um die Uhr genügend zu trinken und auch fast den ganzen Tag Essen. Die mir von anderen Leuten erzählten Geschichten über Probleme mit Strom, Essen etc. trafen hier nicht zu. Aus die diversen angebotenen Sportmöglichkeiten sind wirklich vorhanden und können genutzt werden. Im Internet findet man den Club unter http://www.solclubcayococo.solmelia.com/Er ist über diverse deutsche Pauschalreiseanbieter zu buchen. Gleiches gilt für das Melia Cayo Coco das direkt nebenan liegt. Dort gibt es weniger Sportangebot und es geht etwas gediegener zu.

Tauchbasis tb003_clip_image004

Die Tauchbasis Blue Diving liegt in etwa zwischen den 2 Hotels und war in ca. 5 Minuten am Strand entlang zu erreichen. Die Tauchbasis ist in einem Holzhaus untergebracht. Bei der Leihausrüstung sahen die Automaten recht neu und in Ordnung aus. Die Anzüge wirkten teilweise bereits etwas mitgenommen. Es gab nur Tropenanzüge und Shorties. Dies finde ich persönlich, zumindest wenn man viel tauchen möchte, für die dortigen Verhältnisse etwas zu dünn. Bei den Wassertemperaturen um 14 Grad und Tauchgängen von 1 Stunde wurde es mir am Ende in meinem 3 mm Anzug recht kühl. Die Möglichkeiten zum auswaschen und trocknen der Ausrüstung könnten ruhig etwas üppiger ausfallen.

An einigen Dingen merkt man das Embargo der Amerikaner. Die Basis hat z.B. grosse Probleme Ersatzteile zu bekommen. Es konnte auch schon mal passieren das man die Kombination Flasche / Automat nicht dicht bekam und etwas abblies. Da die Ausrüstung in der Tauchbasis zusammengebaut wird war dies jedoch kein Problem. Man konnte in diesem Fall problemlos die Flasche tauschen. Leider war auch mal das Boot defekt und wir konnten für 3 Tage nicht tauchen. Hier war es wohl ebenfalls ein Problem die erforderlichen Ersatzteile für den Motor zu beschaffen. Schade sonst hätte ich sicherlich ein paar Tauchgänge mehr gemacht.

Das Personal ist sehr freundlich, spricht jedoch so gut wie kein Deutsch. Mit englisch kommt man jedoch ganz gut klar. Man muss sich jedoch auf die kubanische Mentalität einlassen. Wenn um 9 Uhr treffen zum Tauchen ist kann es halt auch mal 10 Uhr werden bis es wirklich losgeht.

Die Tauchbasis findet ihr im Internet unter http://www.bluediving.com/

Tauchen tb003_clip_image006

Tauchen vom Strand aus ist nicht möglich da das Riff erst einen gut Kilometer vom Strand weg beginnt. Tauchen geht also nur vom Boot aus. Zum tauchen wird 2 mal täglich gefahren. Morgens geht es zu den tieferen Tauchplätzen (25-30 Meter). Nachmittags geht es dann zu Tauchplätzen die nicht so tief sind. Die Fahrtzeiten zu den Plätzen liegen zwischen 10 und 60 Minuten. Alle Tauchplätze waren sehr schön bewachsen. Fische gab es genügend zu sehen, auch wenn die Riffe nicht so voll wirkten wie an manchen anderen Plätzen. Um Hai zu sehen muss man wohl sehr viel Glück haben. Grosse Zackenbarsche, Barrakudas und Stachelrochen gibt es jedoch auf jeden Fall zu sehen. Einmal haben wir Adlerrochen zu sehen bekommen. Morgens war es immer schön leer auf dem Boot da es an den tiefen Stellen keine Riffe gibt an denen man bis in flacheres Wasser auftauchen kann. Es ging also vom Boot aus meistens sofort bis in eine Tiefe von 25-30 Metern. Dort blieb man dann so lange wie möglich. Im Anschluss haben wir uns dann noch mal einige Meter höher über den Grund treiben lassen, während dieser Zeit war dann der schöne Bewuchs leider nicht mehr so gut zu beobachten. Da man hier durchaus eine Viertelstunde mitten im Wasser war waren morgens nie Anfänger dabei. Nachmittags bei den flacheren Tauchgängen wurde es dann auf dem Boot etwas voller. Ich fand diese Tauchplätze teilweise jedoch sogar schöner als am morgen da man hier länger die Gelegenheit hatte nach Kleinzeug zwischen den Korallen Ausschau zu halten. An einigen Tauchplätzen gab es auch kleine Wracks (Fischerboote) zu sehen. Fast alle Tauchgänge wurden als Strömungstauchgänge durchgeführt, was bedeutet das das ganze Rudel dem Guide mit der Boje hinter her tauchen musste. Da das Boot an der Oberfläche der Boje folgte blieb einem kaum was anderes übrig. Nachmittags wurde es ab und zu dann ganz schön voll, man konnte sich meistens jedoch ganz gut seitlich oder nach hinten absetzen.

Das Tauchen macht an den schön bewachsenen Plätzen Spass und für einen ähnlichen Urlaub würde ich durchaus wieder hinfahren. Für einen reinen Tauchurlaub würde ich mir jedoch auf Grund der eingeschränkten Tauchmöglichkeiten (nur 2 Ausfahrten täglich, keine Land- und Nachttauchgänge) einen anderen Platz suchen.

Falls ihr noch Fragen hierzu habt schreibt bitte an:

Karl-Heinz Monzert
E-Mail: karl-heinz@mindanaodive.de