Ove auf der Vita 2003
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Tauchsafari - Oktober 2003 - "Deep South" mit der MY VITA

Wenn der Sommer sich dem Ende neigt und die ersten Nebelschwaden den Spätherbst ankündigen, ist es Zeit für die Fundivers dem Schmuddelwetter zu entfliehen und dem sich endenden Jahr noch einen Tauchtörn abzuringen.

Alle zwei Jahre, unter dem Slogan "Männertörn", zieht es uns ans Rote Meer nach Ägypten. Nach dem wir vor zwei Jahren eine herbe Enttäuschung bei der Wahl des Schiffes (in allen Belangen) erfahren mussten, trafen wir diesmal genau ins Schwarze. Hierbei sei vorab schon Mal erwähnt, dass die Reiseplanung von Stefan nach ausführlicher Selektion der Anbieter und Schiffe die Wahl des Bootes außerordentlich treffend war.

image002Für den Transfer von Deutschland nach Ägypten, der bekannter Weise nicht immer termingerecht erfolgt und erfahrungsgemäß mit Verspätungen einhergeht und demzufolge auch den gesamten Tauchsafariverlauf verändern kann, insbesondere während des Ramadans, ist ausschließlich unser Gastgeberland verantwortlich.

Sodann nach neuer Umstellung des Ablaufs erreichten wir in den frühen Morgenstunden nach fast dreistündiger Busfahrt endlich die MY "VITA", die von nun an für eine Woche unser Zuhause sein sollte.

Die "VITA", ca. 36 Meter lang und ca. 7,50 Meter breit verfügt über zehn klimatisierte Doppelkabinen mit separaten image004Nasszellen und Toiletten und gekühlter Minibar, einen ausreichend großen Salon in dem das Essen eingenommen wird oder in den man sich zurückziehen kann, wenn man der Sonne überdrüssig geworden ist.

image006Weiterhin ist ein teilbeschattetes Sonnendeck mit ausreichenden Sitz- oder Liegemöglichkeiten vorhanden.
Angetrieben von zwei Dieselmotoren (ca. 1.000 PS) die sich - wie auch der Kompressor - im Unterdeck befinden, trotzt die "VITA" auch größerem Seegang, der doch tatsächlich einigen Probleme bereitete. Die See war wieder einmal aufgewühlt und es blies stets ein raues Lüftchen, was manchen veranlasste die Fische unfreiwillig zu füttern.

Im Schlepptau befanden sich noch zwei Zodiaks, die uns zu den Riffen brachten.

12 Liter Alu- sowie 15 Liter Stahltanks (für Lufthungrige) sind in speziellen Vorrichtungen platziert, die es ermöglichen immer die gleiche Flasche zum Tauchen zu nutzen, da sie an Ort und Stelle befüllt werden können und wir unsere Jackets und Lungis bereits zum Tauchen vormontiert vorfanden.

image008All dies ist der hervorragenden Organisation durch "Robby" und seiner immer hilfsbereiten und freundlichen Crew zu verdanken, die sehr gute Arbeit während des gesamten Törns geleistet und uns somit tatkräftig unterstützt hat.
"Robby", der das Rote Meer wie seine Westentasche kennt und ein exzellentes "briefing" durchführte, brachte uns zu wunderschönen Tauchplätzen, die teilweise mit faszinierenden Korallengärten, Grotten, Durchbrüchen und Plateaus aufwarteten oder an Steilwänden zu Drifttauchgängen einluden. Wer "Robby" kennt, weiß, dass er alles daran setzt so früh wie möglich - insbesondere beim early morningdive - als Erster am Riff zu sein, um Tauchgänge machen zu können, die ungestört vom Ankern anderer Schiffe oder weiterer Tauchfreunde begleitet werden. So schön dies alles ist, bedeutet es natürlich auch frühes Aufstehen und noch zur Schlafenszeit rechtzeitiges Verlegen zum neuen Spot.

Aber zum Glück sind wir zum Tauchen unterwegs und nicht zur Kur im Sanatorium. Von daher waren die Nächte spätestens gegen Sonnenaufgang vorbei; das briefing mit einer Tasse Kaffee oder Tee in der Hand erfolgte gg. 05:30 Uhr und gg. sechs Uhr ging es Unterwasser.

Es zeigte sich, dass das frühe Tauchen von Erfolg gekrönt wurde, indem Großfische wie Hammerhai, Silberspitzen- oder Weißspitzenriffhaie beim Patrouillieren ihres Reviers zu sehen waren.

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image028Ungeachtet dessen waren wir an den Abenden, bedingt durch teilweises viermaliges tägliches Tauchen und einem angepassten Dekoschoppen schon sehr früh in "position one".

Unsere "deep south safari" führte uns beginnend am Sha' ab Sharm, über Rocky Island, St. Johns II und St. Johns I, Coral Cave, Sha 'ab Claudia, Sha 'ab Monsour, Sha 'ab Samadei, Abu Kafan und abschließend ans Panorama reef schließlich zurück nach Hurghada, wo der Törn endete.

image032Nicht erst hier, sondern auf Siyul Island hatten wir zwischenzeitlich schon Mal wieder festen Boden unter den Füßen. Auf Siyul Island, bewohnt von einer Hand voll Menschen, die vom Sammeln von Muscheln leben, durften wir dank "Robby" etwas vom "Robinson Crusoe feeling" erfahren. Mit den Zodiaks setzten wir auf das Eiland über und genossen bei prasselndem Lagerfeuer und einer Flasche Bier den kristallklaren Sternenhimmel. Eine sehr willkommene Abwechselung, die uns Robby anbot.

 

Das Tauchen hungrig macht brauche ich euch nicht zu erzählen. Auf der "VITA" ist man in den besten Händen. Hier gibt es von allem sehr, sehr reichlich. Was in der Kombüse gezaubert wurde lässt manches Hotel erblassen. Gut, nicht jeder mag Fisch oder Fleisch, aber mit den vielen unterschiedlichen Rohkostsalaten oder reichlich Gemüse kommt man auch gut über die Runden. Es gab ja auch Spaghetti oder andere Nudelgerichte. Das "Smutje" nicht den Geschmack aller Reisenden treffen kann, versteht sich wohl von selbst, da wir nicht in einem a la Carte Restaurant waren. Aber das bei einem Tauchtörn ein ganzer Turkey, knusprig gebraten kredenzt wird spricht m. E. für sich. image034

 

Alles in allem kann für die "VITA" nur eine Empfehlung ausgesprochen werden. Von daher dürfte unser nächster Törn auf der "VITA" bereits beschlossene Sache sein, zumal unter kompetenter Leitung durch Robby.

Unter dem Link www.vitasafari.comerfahrt ihr mehr Infos über das Schiff, Termine und Routen.

Ove