Ove in El Quesir
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Tauchbericht - El Quseir - Ägypten - Subex ove1Tauchbasis - Mövenpick Ressort

Nach zweistündigem Transfer von Hurghada aus erreicht man die ca. 6 km nördlich von El Quseir liegende Hotelanlage "Mövenpick Ressort".

Hier liegt am Ende der Bucht die Tauchbasis SUBEX. Die exzellent geführte und sehr gut ausgestattete Tauchbasis steht unter schweizer Regie. Hier ist der Service vom Feinsten. Als Taucher braucht man sich hier um fast Nichts zu kümmern. Kein lästiges Flaschenschleppen, die Flossen werden einem auch noch angezogen, ja sogar das Spucken in die Maske wird von den Angestellten übernommen, sofern man es so möchte. Zur Auswahl stehen 10, 12 und 15 l Stahl -Flaschen, die die Guides auf unseren Rücken platzieren. All dies findet am Ende des Stegs statt, von dem uns ein Sprung direkt in die Unterwasserwelt führt. Zum Tauchen steht ein hervorragendes, umlaufendes Saumriff zur Verfügung, dass links wie rechts betaucht werden kann.

Vormittags sollte zuerst die linke Riffseite wegen des besseren Lichtes angetaucht werden. Hier befindet sich eine größere Höhle, die sich mit deutlich kühlerer Wassertemperatur bemerkbar macht. Zahllose Weich- und Steinkorallen und eine riesige Salatkoralle kann man hier entdecken.

Die rechte Seite des Riffs ist sehr zerklüftet und mit reichlich Höhlen durchzogen, die es durchaus wert sind angetaucht zu werden. Die meisten dieser Höhlen haben einen Ausstieg zum Riffdach, falls man den Rückweg durch die verwinkelten Wege, einem Irrgarten gleich, nicht wieder findet. Eine Unterwasserlampe sollte man schon parat haben. Beide Seiten des Saumriffes können auch vom Boot aus angetaucht werden. Mit einem Zodiak wird man je nach Dauer seines Tauchgangs hinausgefahren und kann von hier aus entlang des Riffes zurück zum Steg tauchen.

Hier sind Tauchtiefen von bis zu 60-70 m möglich. Fährt man den rechten Teil des Riffes mit dem Boot an, gibt es beim Übergang vom Blauwasser zum "Hausriff" unzählige Schwarmfische, wie Gelbsattel-Meerbarben und Gelbkopf-Schnapper zu sehen. In einer Tiefe von ca. 40m kann man hier einen ausgedienten Anker finden. Auf der rechten Seite patrouilliert auch des öfteren ein Riesen-Mega-Napoleon, geschätzte Größe - bis 2m. Aber man muß nicht immer so tief tauchen, um interessante Fische zu sehen. Direkt beim Einstieg am Hausriff, was auch für Schnorchler sehenswert ist, findet man u. a. Blaupunktstechrochen, Teppich-Krokodilsfische, Drücker- Papageienfische, Trompetenfische, Großkalmare - meistens im Verband und natürlich den Hausbarrakuda, der als Einzelgänger sich oft im seichten Wasser verirrt. Hier, in geringer Tiefe, unmittelbar an der Riffkante wimmelt es nur so von Maskenfalterfischen, Papageienfische aller Arten und Anemonenfische.

Subex-1Bei den Nachttauchgängen an der rechten Riffseite gibt es die "Spanische Tänzerin" in ihrer gesamten Pracht zu bestaunen. Unsere ständige Begleitung bei diesen Tauchgängen war ein Mondsichelzackenbarsch, der sich sein Abendbrot suchte. Sehenswert war auch die Wanderung der Seeigel über die Felsen und auf sandigem Untergrund.

Soviel zum Tauchen am Hausriff.

Weitere Highlights werden durch die Jeep-Safari abgedeckt. Zweimal täglich, vor- und nachmittags werden mit dem Jeep unterschiedliche Spots angefahren. Der wohl interessanteste ist EL Khaf, ca. 10 km südlich von Quseir. Vom Ufer aus läuft man zuerst einige Meter über das Riffdach, um dann vom Einstieg durch eine Schlucht auf eine ca. 5m tiefe Sandbank abzutauchen. Danach erblickt man einen wunderschönen Korallengarten, der von einer Vielzahl von Fischen besiedelt ist. Hier lohnt es sich länger zu verweilen, um die ganze Farbenpracht der Flora und Fauna auf sich wirken zu lassen. Ein weiterer Tauchspot liegt bei El Maklouf, ca. 50 km nördlich von Quseir. Allein der Einstieg, der auch über das Riffdach beginnt ist erwähnenswert. Bedingt durch die starke Unterströmung muß man ohne Luft im Jacket direkt hinein in einen sehr verwinkelten Canyon abtauchen. Sollte zuviel Luft im Jacket sein, wird man durch die Strömung über das Riff gezogen, was nicht gerade erstrebenswert ist. Bevor man dann den Canyon zum Tauchgang verläßt, sollte man sich den Einstieg besonders merken, weil es keinen anderen Ausstieg gibt. Zu sehen gibt es Unmengen an Rotfeuerfischen aller Arten. Viele Stein-, aber auch Weichkorallen säumen die Felslandschaft.

Der nördlichste Punkt, der im Rahmen der Jeep-Tour angefahren wird ist "Green Hole", ca. 60 km von Quseir. Green Hole klingt zwar vielversprechend, war aber eine einzige Enttäuschung, weil es sich hier um eine Unterwassermüllkippe handelte. Überall verstreut lagen Plastiktüten, Getränkekisten und anderer Unrat in den Korallenblöcken. Nebenbei war aber auch eine weiße Muräne in ihrer Höhle zu sehen und natürlich das übliche Fischwerk wie Nasendoktor-Papageien-Drücker- und Lippfische. Erwähnen möchte ich noch den Ausstieg, der es in sich haben kann. Durch die großen Wellen wird im Ausstiegsbereich die Sicht bedingt durch das Aufwirbeln des Sandes sehr schlecht und es herrscht eine starke Strömung. Wenn möglich sollte der Sicherheitsstopp vorher gemacht werden, um dann sehr zügig zum Ausstieg aufzutauchen. Fast man aber seinen Entschluß den Stopp auf 5-6 m zumachen, braucht man schon viel Kraft, um sich an den Felsblöcken festzuhalten.

Ein weiterer Tauchspot befindet sich bei Mahelek, der zum Steilwandtauchen einlädt. Hier geht bis auf 80 m runter und man findet viel Blauwasser. Versprochen wurden uns viele Großfische, aber an diesem Tag hatten die wohl Urlaub. Wir bekamen keine zu Gesicht.

Dass Tauchen hungrig macht, brauche ich euch nicht zu erzählen. Um sich für die vielen Tauchgänge zu stärken, ist man im MÖVENPICK - Ressort sehr gut aufgehoben. Die gebuchte Halbpension war völlig ausreichend. Allein das Frühstücksbüffet reichte aus, um sich für den Tag zu stärken. Das abendliche Büfett bot dann wiederum alles was das Herz oder hier besser gesagt der Gaumen begehrt. Selbstverständlich gibt es auch noch ein A La Carte - Restaurant, wo man sich etwas zurückgezogen die köstlichen Gerichte und Weine munden lassen kann. Für sehr Hungrige gibt es dann noch die Alternative an der Tauchbasis. Hier gibt es vor allem Salate und andere köstliche, arabische, kleine Snacks.

Die Hotelanlage bietet fast für jedermann einen abwechslungsreichen Aufenthalt. Wer nicht gerade taucht oder schnorchelt, kann sich auf dem hoteleigenen Joggingpfad körperlich ertüchtigen,Tennis- Volleyball- oder Squashspielen oder sich in der ansprechenden Poolanlage tummeln.

Subex-2Für hartgesottene gibt es dann noch ein sehr staubiges, aber empfehlenswertes Event. Auf einem Quad (vierrädriges Motorrad mit extrem breiten Reifen) rast man unter der Führung eines Ortskundigen für eine Stunde durch die hinter dem Hotel beginnende Wüstenlandschaft. Diesen Spaß sollte man sich nicht entgehen lassen, es lohnt sich auf alle Fälle, zumal man hier die absolute Stille in einem ausgedehnten Wadi erleben kann.

Zurück zur Tauchbasis. Es empfiehlt sich unbedingt sich bei der www.subex.com Tauchbasis bereits schon in Deutschland rechtzeitig anzumelden, da es durchaus möglich ist, wenn man dieser Empfehlung nicht folgt, dass man nicht oder zumindest erst verspätet mit dem Tauchen beginnen kann. Grund hierfür ist, dass alle Tauchgänge maximal mit zwanzig Taucher/innen besetzt sein sollen, um die Unterwasserwelt auch noch nachfolgenden Tauchern in ihrer ganzen Pracht zu erhalten.

Wo und wann getaucht wird bestimmt man letztendlich selbst. Hierfür gibt es an der Basis mehrere ausliegende Tableaus, einem Stundenplan ähnlich, in die man sich einträgt. Schon früh morgens lädt der Early-Morning-Dive zur Unterwassershow ein. Sind bereits mit 20 Personen für den jeweiligen Tauchspot gebucht, muss man sich um einen anderen kümmern. Ist aber i.d.R. kein Problem, zumal die Jeep - Safaris vor- und nachmittags jeweils 16 Personen aufnehmen können und, wer gerne Nachttauchgänge bevorzugt, kommt auch voll auf seine Kosten.

Die klimatischen Voraussetzungen, die diesem Bericht zugrunde liegen waren ausgesprochen gut. Die Lufttemperatur lag bei 26-28 °C, das Wasser war mit 24-25 °C ausreichend warm temperiert, die Sicht war, abgesehen von einem Tag recht gut. Nur der stetig wehende kühle Wind lies uns im Schatten schon mal frösteln, aber für November kann man zufrieden sein.

Ein kleiner Tipp noch am Rande. Wegen des extrem trockenem Klimas, ist es unbedingt erforderlich sehr viel Flüssigkeit zu sich zunehmen, um einer Dehydradation vorzubeugen.

Euer Ove